TY - JOUR
T1 - Eine Perspektive zu interdisziplinären Ansätzen in der Chemotaxis(forschung)
AU - Simmchen, Juliane
AU - Gordon, Daniel
AU - MacKenzie, John
AU - Pagonabarraga, Ignacio
AU - Roggatz, Christina C.
AU - Endres, Robert G.
AU - Xiao, Zuyao
AU - Friedrich, Benjamin M.
AU - Qiu, Tian
AU - Painter, Kevin J.
AU - Golestanian, Ramin
AU - Contini, Claudia
AU - Ucar, Mehmet Can
AU - Yossifon, Gilad
AU - Sommer, Jens Uwe
AU - Rappel, Wouter‐Jan
AU - Wan, Kirsty Y.
AU - Armitage, Judith
AU - Insall, Robert
PY - 2025/11/17
Y1 - 2025/11/17
N2 - Kurzzusammenfassung: Die meisten Lebewesen auf der Erde – von Bakterien bis hin zum Menschen – müssen sich auf irgendeine Weise fortbewegen, um günstigere Lebensbedingungen zu finden. Daher nutzen fast alle die ein oder andere Form von Chemotaxis, ein Prozess, bei dem die Bewegung durch einen Gradienten von Chemikalien gesteuert wird. Chemotaxis ist fundamental für viele Prozesse, die unser Wohlbefinden beeinflussen, darunter Entzündungen, neuronale Musterbildung, Wundheilung, Tumorausbreitung bei Krebs und sogar die Embryogenese. Chemotaktische Prozesse zu verstehen ist ein wichtiges Ziel für Biologen. Trotz der Tatsache, dass viele Grundprinzipien im Laufe der Evolution offenbar erhalten geblieben sind, konzentriert sich die Forschung hauptsächlich auf das Verständnis der molekularen Mechanismen, die die Signalverarbeitung und Fortbewegung steuern. Die Zellsignalisierungsprozesse – also die Reaktionen von Zellen auf zeitlich variierende externe Signale – liegen auf zellulärer Ebene fast allen biologischen Prozessen zugrunde. Die Chemotaxis einzelner Zellen bietet besonders geeignete Modellsysteme für quantitative Zellsignalstudien, selbst bei Vorhandensein von Rauschen und Fluktuationen, da die Motilitätsantwort der Zelle direkt beobachtbar ist. Allerdings überschneiden sich die verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen, die sich mit der Chemotaxisforschung befassen, nur selten. Biologen, Physiker und Mathematiker interagieren viel zu selten miteinander, um Methoden und Modelle voneinander zu lernen. Deswegen werden Gemeinsamkeiten oft übersehen, wie beispielsweise der mögliche Einfluss physikalischer oder umweltbedingter Faktoren, der bislang weitgehend vernachlässigt wurde.
AB - Kurzzusammenfassung: Die meisten Lebewesen auf der Erde – von Bakterien bis hin zum Menschen – müssen sich auf irgendeine Weise fortbewegen, um günstigere Lebensbedingungen zu finden. Daher nutzen fast alle die ein oder andere Form von Chemotaxis, ein Prozess, bei dem die Bewegung durch einen Gradienten von Chemikalien gesteuert wird. Chemotaxis ist fundamental für viele Prozesse, die unser Wohlbefinden beeinflussen, darunter Entzündungen, neuronale Musterbildung, Wundheilung, Tumorausbreitung bei Krebs und sogar die Embryogenese. Chemotaktische Prozesse zu verstehen ist ein wichtiges Ziel für Biologen. Trotz der Tatsache, dass viele Grundprinzipien im Laufe der Evolution offenbar erhalten geblieben sind, konzentriert sich die Forschung hauptsächlich auf das Verständnis der molekularen Mechanismen, die die Signalverarbeitung und Fortbewegung steuern. Die Zellsignalisierungsprozesse – also die Reaktionen von Zellen auf zeitlich variierende externe Signale – liegen auf zellulärer Ebene fast allen biologischen Prozessen zugrunde. Die Chemotaxis einzelner Zellen bietet besonders geeignete Modellsysteme für quantitative Zellsignalstudien, selbst bei Vorhandensein von Rauschen und Fluktuationen, da die Motilitätsantwort der Zelle direkt beobachtbar ist. Allerdings überschneiden sich die verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen, die sich mit der Chemotaxisforschung befassen, nur selten. Biologen, Physiker und Mathematiker interagieren viel zu selten miteinander, um Methoden und Modelle voneinander zu lernen. Deswegen werden Gemeinsamkeiten oft übersehen, wie beispielsweise der mögliche Einfluss physikalischer oder umweltbedingter Faktoren, der bislang weitgehend vernachlässigt wurde.
KW - bacteria
KW - active colloids
KW - chemotaxis
KW - dictostelium
U2 - 10.1002/ange.202504790
DO - 10.1002/ange.202504790
M3 - Article
SN - 0044-8249
VL - 137
JO - Angewandte Chemie
JF - Angewandte Chemie
IS - 47
M1 - e202504790
ER -